Wahlprogramm 2021

Liebe Leserin, lieber Leser,

für eine überzeugende Aufstellung zur Kommunalwahl braucht es Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Die CDU im Emsland macht mit 97 Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag ein starkes Angebot. Für eine überzeugende Aufstellung zur Kommunalwahl braucht es aber auch klare Ideen, mutige Perspektiven und einen Plan: Das Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2021. #gemeinsamstark – Damit es erfolgreich weitergeht. Darin skizzieren wir, was uns als Christdemokratinnen und Christdemokraten wichtig ist. Wir wissen, dass wir uns im Emsland nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen sollten. Es wäre falsch, satt und zufrieden zu sein und uns in dem zu sonnen, was wir tatsächlich in den letzten Jahren erreicht haben. Wir müssen mutig sein, vorangehen und #Zukunftsgestalten.

Wir wollen ein starkes Emsland. Mit starken Zentren und mit starken ländlichen Kommunen. Wir verstehen das als Miteinander. Wir sind #gemeinsamstark. Und deshalb brauchen wir vor Ort Perspektiven für die Menschen: Bildung, Wohnen, Arbeit, aktives Vereinsleben. Wir sind die Partei, die die Herausforderungen der Klima- und Umweltpolitik so anpackt, dass wir erfolgreich bleiben. Kooperationen beim Thema Wasser, Niedersächsischer Weg, die Naturschutzstiftung Emsland, eine nachhaltige Abfallwirtschaft. Wir setzen diesen Weg konsequent fort. Weil wir wissen, was Schöpfung heißt. Die Bewahrung dieser Schöpfung ist für uns kein Modetrend, sondern sie gehört zu unserer DNA. Wir wollen Innovationsland sein, das Thema Wasserstoff weiter voranbringen. Und dafür brauchen wir starke Bildungseinrichtungen und innovative Unternehmen.

Mit unseren Ideen und mit der Leidenschaft, dem ehrenamtlichen Engagement und der Schaffenskraft der Emsländerinnen und Emsländer wollen wir unsere Heimat weiter nach vorne bringen. Wir sind optimistisch und entschlossen, den Kurs fortzusetzen: Damit es erfolgreich weitergeht. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Und Ihre Stimme für die CDU im Emsland am 12. September 2021.

Für den Vorstand der CDU im Emsland

Jens Gieseke MdEP, Vorsitzender

Wahlprogramm_2021_CDU-Emsland
PDF

Wahlprogramm 2021

Download 
Kandidatenliste_Wahl_2021_CDU-Emsland
PDF

Kandidatenliste 2021

Download 

Vielfalt – Wohnen – Ehrenamt – Sport

Das Emsland ist lebenswert – und das soll auch so bleiben. Dazu müssen wir Wohn- und Zukunftsperspektiven für kommende Generationen schaffen, in den großen wie in den kleinen Kommunen, in der Stadt wie auf dem Dorf – vom bezahlbaren Wohnen bis zum individuellen Eigenheim. Ein entscheidender Faktor ist dabei das Miteinander, das wir benötigen und aktiv fördern wollen.

Ländliche Struktur stärken
Wir wollen, dass die Grundversorgung im ländlichen Raum überzeugt, dass Ortskerne attraktiv und lebendig sind. Die wichtigen Bedürfnisse der Menschen müssen überall gedeckt werden, das gilt für Einkaufsmöglichkeiten genauso wie für Mobilitätsangebote oder die medizinische Versorgung. Dabei gilt es, kreative Angebote der Daseinsvorsorge zu entwickeln und bei Bedarf gezielt durch öffentliche Förderung zu stärken.

Eigenheim als Perspektive
Die große Mehrheit der Emsländerinnen und Emsländer lebt im eigenen Zuhause. Wir verstehen, dass sich junge Menschen im Emsland ebenfalls ihren Traum vom Eigenheim erfüllen wollen. Diese Philosophie muss Berücksichtigung in der Siedlungsentwicklung finden; gerade in den kleineren Gemeinden muss die Ausweisung von Wohnbauflächen möglich sein. Da, wo es möglich ist, treten wir gleichzeitig für eine Verdichtung der Ortskerne ein: Unter dem Motto „Jung kauft Alt“ wollen wir Erwerb und Sanierung von Altbauten attraktiver machen.

Miteinander und Füreinander
Das Emsland zeichnet sich durch ein Wir-Gefühl und ein pragmatisches Miteinander aus, welches wir sehr zu schätzen wissen. Gelebt werden diese Werte insbesondere im Ehrenamt, das bei uns vielfältig und stark ist. Der bürgerschaftliche Einsatz reicht über alle Altersgrenzen hinweg von der Seniorenbegleitung und Integrationshilfe über Feuerwehr und Rettungsdienst bis hin zum politischen Ehrenamt und dem Engagement im Sport. Wir werden die notwendigen politischen Rahmenbedingungen schaffen, die diese Mentalität weiter stärkt.

Ehrenamt stärken
Das Ehrenamt ist der Stützpfeiler unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Den Engagierten wollen wir die Anerkennung zukommen lassen, die sie verdienen, und ihnen bei immer größeren bürokratischen Aufgaben den Rücken freihalten (Rechtsberatung, Datenschutz etc.). Gleichzeitig müssen wir Hilfestellung geben, wie Vereine angesichts des demografischen Wandels ihre Strukturen stärken und sich erfolgreich für die Zukunft aufstellen können. Besonders wichtig ist, den Generationendialog durch gemeinsame Initiativen und durch Förderung von Gemeinschaftseinrichtungen als Orte der Begegnung zu stärken. Deswegen wollen wir bestehende Ehrenamtsnetzwerke stärken und ausbauen.

Sport fördern
Der Sport ist ein wichtiger integrativer Faktor für die Menschen im Emsland und ein zentraler Bestandteil der starken emsländischen Vereinsstruktur. Gut investiertes Geld ist deshalb unsere Sportförderung, die wir gezielt weiterentwickeln wollen. Dabei wollen wir beispielsweise die aktive ehrenamtliche Arbeit besser würdigen oder die finanzielle Förderung energetischer Sportstättensanierungen verstärkt in den Blick rücken. Gleichzeitig stehen eine stärkere rechtliche Absicherung und der Schutz der Ehrenamtlichen für uns im Fokus.

Verkehr – Breitband – Wirtschaft – Energie

Eine funktionierende Infrastruktur ist der fruchtbare Boden, auf dem Wachstum möglich ist und der benötigt wird, um erfolgreich zu bleiben – das gilt für das Emsland als Flächenlandkreis noch mehr als für andere. Bei uns sind funktionierende Verbindungen und Strukturen von besonderer Bedeutung, die gute Lage des Emslandes im Herzen Europas ein wichtiger Standortfaktor. Infrastruktur ist aber viel mehr als nur Verkehr.

Dreiklang Straße – Schiene – Wasser
Die A 31 hat unter Beweis gestellt, dass das Schließen infrastruktureller Lücken Wachstum bedeutet und weitere positive Wirtschaftseffekte mit sich bringt. Insofern stehen wir weiter zum Ausbau der E 233 als zentrale Ost-West-Achse, zumal die Strecke derzeit maßlos überlastet ist. Um Effizienz und Klimafreundlichkeit im Güterverkehr zu stärken, brauchen wir leistungsstarke Wasserwege wie den Dortmund-Ems- und den Küstenkanal. Den Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals für größere Schiffe wollen wir zügig vorantreiben. Auch die Schiene soll als Transportweg für das Emsland eine noch größere Rolle spielen – dazu wollen wir Förderungen auf Landes- und Bundesebene nutzen und Bahnstrecken ausbauen und modernisieren.

Intelligente Mobilität in der Fläche
Wir wollen eine intakte Verkehrsinfrastruktur im Großen wie auch im Kleinen. Wir setzen uns für gut ausgebaute Straßen und Brücken ein; gleichzeitig wollen wir eine kluge Vernetzung sämtlicher Verkehrsträger. Im Rahmen einer Mobilitätsoffensive Emsland wollen wir neue Chancen durch nahtlose Verknüpfung nutzen – von Fahrrad und Pkw über Bus- und Bahnverkehr bis hin zu flächendeckenden Sharingsystemen. Dabei werden wir innovative Pilotprojekte für Schnellverbindungen innerhalb des Emslandes auf den Weg bringen. Dieser Ansatz umfasst Radschnellwege für Touristen und Pendler genauso wie einen zukunftsfähigen öffentlichen Personennahverkehr, der die Bedürfnisse unseres Flächenlandkreises berücksichtigt. Ziel ist die durchgängige Erreichbarkeit der Zentren auch ohne eigenen Pkw. Parallel wollen wir das Thema Elektromobilität weiter konsequent vorantreiben, attraktive Bedingungen für E-Fahrräder schaffen, öffentliche Fuhrparke umrüsten und das Ladesäulennetz weiter ausbauen. Ebenso werden wir aus dem Emsland heraus für ein besseres Angebot im Bahnnahverkehr eintreten. Wir wollen echte Alltagsmobilität und die Anbindungen an den Fern- und Nahverkehr weiter in alle Richtungen verbessern und ausbauen.

Impulse in der Wirtschaft setzen
Als CDU setzen wir auf eine pragmatische Wirtschaftsförderung. Wir stärken unsere unternehmerischen Leuchttürme, wollen unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen in ihren Plänen unterstützen – und einen guten Nährboden für Startups schaffen. Dabei gilt es auch Entwicklungsperspektiven in den kleinen Gemeinden zu schaffen, um wohnortnahe Arbeitsplätze zu sichern. Weiterhin werden wir im Rahmen von Initiativen weiter um gut ausgebildete Fachkräfte werben. Insbesondere müssen wir die Unternehmen stützen, die in der Krise stark gelitten haben, etwa im Einzelhandel und in der Gastronomie. Dabei können Initiativen, die zum Einkauf beim lokalen Einzelhandel aufrufen, konkret helfen.

Digitale Infrastruktur vervollständigen
Der Breitbandausbau im Emsland muss den bundesweiten Vergleich nicht scheuen, im Gegenteil: 98 % der emsländischen Haushalte und Unternehmen verfügen über schnelles Internet, 60 % bereits über einen Glasfaseranschluss. Das ist ein fruchtbarer Boden für die Digitalisierung, von dem wir während der Pandemie besonders profitiert haben. Aber wir wollen auch die letzten Lücken schließen – das Ziel ist der Glasfaseranschluss für alle. Mit demselben Schwung sollen die Mobilfunknetze angegangen werden: Wir wollen die vielen Funklöcher im Emsland schließen und leistungsfähige 4G- und 5G-Netze für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft sowie die privaten Haushalte und damit für alle etablieren. Das Emsland ist Energieland Bei den regenerativen Energien belegt das Emsland seit Jahren bundes- und landesweit einen Spitzenplatz. Der emsländische Beitrag zu den deutschen Klimaschutzschutzzielen ist erheblich. Diese Position wollen wir verteidigen und gleichzeitig unsere Bedeutung in der Wertschöpfungskette ausbauen. Es gilt, unsere Energie vor Ort sinnvoll und intelligent zu nutzen und als „smart energy“-Region eine effektive Vernetzung der Systeme zu realisieren. Ein Leuchtturm ist in diesem Zusammenhang die Wasserstoffregion Emsland, die bundesweit wahrgenommen wird. Durch starke Firmenkooperationen ist bereits eine Reihe zukunftsweisender Projekte erfolgreich gestartet, denn die Speicherung alternativer Energie in grünen Wasserstoff bietet riesige Chancen. Wir werden alles daransetzen, dass die Wasserstoffproduktion und -nutzung in unserer Region vorangetrieben wird.

Medizinische Versorgung – Senioren – Inklusion

Dass die Gesundheit wichtiger ist als alles andere – das hat uns die Pandemie mit Ausbrüchen in Pflegeheimen, mit schweren Krankheitsverläufen und zahlreichen Todesfällen sehr deutlich vor Augen geführt. Unabhängig vom aktuellen Geschehen ist es für jeden Einzelnen von uns daher wichtig, dass die Region gute Versorgungsstrukturen vorhält. Diese Anstrengungen dienen dem Schutz aller.

Breites Praxisangebot in der Fläche
Wir wissen, dass im Emsland ein Mangel an Allgemeinmedizinern und Ärzten bestimmter Fachrichtungen besteht. Die erfolgreiche Vergabe von Stipendien und die Förderung von Praxisgründungen müssen wir daher fortsetzen und erweitern. Wir setzen zudem auf innovative Praxisstrukturen mit mobilen Angeboten oder an verschiedenen Standorten, auf Vernetzung und die Bündelung von Kompetenzen. In der Gesundheitsregion Emsland wollen wir Wissen bündeln, kreisweite Potenziale ausschöpfen und gezielt z. B. Digitalisierungsprojekte und telemedizinische Versorgungskonzepte vorantreiben. Wir unterstützen deshalb neue Studiengänge, um Personal zu schulen, das die Ärztinnen und Ärzte entlasten kann.

Gute Krankenhäuser und starker Gesundheitsdienst
Wir setzen weiter auf die dezentrale Struktur und eine wohnortnahe Krankenhausversorgung. Dabei müssen die Menschen auf die Qualität unserer Krankenhäuser, auf moderne Behandlungsmethoden und zeitgemäße Ausstattung vertrauen können! Es ist Aufgabe der Politik, die Güte und Vielfalt der emsländischen Krankenhauslandschaft zu sichern und bei Bedarf auch finanziell zu fördern. Die Gesundheitsämter, deren Bedeutung wir in der Pandemie erfahren haben, wollen wir ebenfalls gezielt weiterentwickeln. Als zentraler Akteur der öffentlichen Sorge um die Gesundheit aller wollen wir die Digitalisierung, insbesondere unter Ausschöpfung sämtlicher Fördermöglichkeiten, vorantreiben.

Inklusion muss selbstverständlich sein
Wir treten ein für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Emsland, denn sie haben in allen Bereichen unserer Gesellschaft einen Anspruch darauf. Ein wichtiger Baustein gelingender Inklusion sind unsere Tagesbildungsstätten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie unsere spezialisierten Förderschulen. Sie gilt es als wichtigen Baustein für ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben des Einzelnen zu stärken. Wir setzen im Emsland auf eine bedarfsgerechte Inklusion. Dazu werden wir an den emsländischen Schulen notwendige Maßnahmen zum Ausbau schulischer Inklusion umsetzen, gleichzeitig aber auch die bestehende Förderschulstruktur stärken und weiterentwickeln. Für uns bedeutet Inklusion, dass jeder die bestmögliche individuelle Förderung erhalten soll.

Leben im Alter
Ziel für die meisten Älteren ist, so lange wie möglich eine aktive und eigenständige Lebensführung in den eigenen vier Wänden zu realisieren. Dafür müssen wir Hilfe anbieten, etwa durch gezielte Beratung über alternative Wohnformen oder technische Unterstützungsmöglichkeiten. Auch der Vereinsamung treten wir mit professioneller Begleitung entgegen, z. B. mit Angeboten des Ehrenamtsservice oder des Seniorenservicebüros wie organisierten Mittagstischen, Seniorentreffs, Helferdiensten oder auch Mitfahrgelegenheiten zu Ärzten oder zum Einkaufen.

Für eine gute Pflege
Wenn Pflegeleistungen erforderlich sind, wünschen wir uns Menschen, die sich mit Herz um die Senioren kümmern. Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Ein Aspekt ist der Fachkräftemangel in der Pflege – bei gleichzeitig steigendem medizinischem und pflegerischem Bedarf der Älteren auch hier im Emsland. In der Krise haben wir gelernt, wie wichtig und gefordert diese Disziplin ist. Hier wollen wir Arbeitsbedingungen verbessern und Barrieren zwischen dem stationären und ambulanten Bereich sowie der Pflege abbauen. Die Herausforderungen können nur in guter Kooperation mit den Leistungserbringenden bewältigt werden. Stärken wollen wir zudem das Ehrenamt in der Hospizarbeit und der Palliativversorgung.

Kindeswohl – Bildung – Zukunftschancen

Das Emsland ist familienfreundlich und für unseren Nachwuchs seit vielen Jahren im wahrsten Sinne eine „Bildungsregion“. Im Vergleich sind wir im Bereich KiTa und Schule sehr gut aufgestellt. Das wollen wir bestätigen und müssen dazu stets am Ball bleiben, denn das Engagement für unsere Kinder – in der Bildung und darüber hinaus – ist die wichtigste Investition in unsere Zukunft.

Gute Betreuung
Angesichts sich wandelnder Familienmodelle hat der KiTa-Ausbau im Emsland in den vergangenen Jahren massiv Schwung aufgenommen und sucht inzwischen seinesgleichen. Das wollen wir bedarfsgerecht fortsetzen, gerade mit Blick auf die bestmögliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wir werben für den Erzieherberuf und wollen eine bessere Planbarkeit für Gruppenbesetzungen und Personalbedarf erzielen. Wir plädieren in der frühkindlichen Bildung für den Einsatz einer dritten Kraft in den größeren KiTa-Gruppen; ebenso wollen wir die berufsbegleitende „dualisierte“ Erzieherausbildung auch im Emsland umsetzen. Parallel wollen wir mehr ehrenamtliche Kreativität zwischen Eltern und Kommune zulassen.

Kurze Wege für kurze Beine
Wir bekennen uns klar zu einem wohnortnahen Angebot und damit zum Beispiel zu den kleinen Grundschulstandorten im Emsland. Insbesondere die Ganztagsbetreuung werden wir weiter ausbauen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Dazu zählt auch, das Angebot der Förderschulen gezielt weiterzuentwickeln, wie es mit den neuen Standorten in Freren und Meppen bereits erfolgt ist.

Moderne Bildungsstandorte
Die digitale Ausstattung unserer emsländischen Schulen hat für uns einen hohen Stellenwert. Deshalb sind Investitionen ins technische Equipment, für Ersatzbeschaffung etc. eine Daueraufgabe, der wir uns stellen. Gleichzeitig wollen wir zusätzliche Administratoren für unsere Bildungsstätten, um die Potenziale der vorhandenen Ausstattung bestmöglich auszuschöpfen. Denn es gilt mehr denn je, den jungen Menschen digitale Kompetenzen zu vermitteln. Dies soll an modernen Bildungsstätten erfolgen – deshalb wollen wir über das bewährte System der Kreisschulbaukasse weiterhin Neubauten und Sanierungen ermöglichen und so zum baulich hervorragenden Zustand der emsländischen Schulen beitragen. Genauso wichtig ist uns eine gute Struktur der Schulsozialarbeit, die im Emsland überdurchschnittlich stark ausgeprägt und finanziert ist. Wir werden weiter darauf drängen, dass diese Strukturen gestärkt werden.

Fit für die berufliche Zukunft
Wir wollen, dass kein Jugendlicher die Schule ohne einen Abschluss verlässt. Die Chance auf einen Ausbildungsplatz muss ebenfalls für alle gegeben sein. Hier helfen uns unsere breit aufgestellten Berufsbildenden Schulen, die wir zu modernen Ausbildungszentren weiterentwickeln wollen. Das breite Spektrum an Perspektiven für junge Menschen wird komplettiert durch die Hochschule am Campus Lingen oder der Kooperation der Stadt Papenburg und der Samtgemeinde Dörpen mit der Universität Groningen. Hier bilden wir bedarfsgerecht qualifizierten Nachwuchs für unsere Unternehmen aus. Für unseren Landkreis streben wir eine noch engere Verzahnung zwischen Forschung und Wirtschaft an.

Familien, Kinder- und Jugendhilfe
Wir stützen den Kreisjugendring im Emsland und setzen auf mehr Freiraum für neue Jugendprofile und Aktionen zur Sicherung des Ehrenamtes. Wichtig ist für uns zudem der Schutz vor (sexualisierter) Gewalt. Deshalb setzen wir uns für eine bessere Förderung der Fachberatungsstellen, z. B. des Deutschen Kinderschutzbundes, ein. Vorstellbar ist auch eine eigene Projektstelle in Kooperation mit dem Kreissportbund Emsland, als Schnittstelle zur Sportjugend Emsland und zu den Vereinen. Familien liegen uns im Emsland besonders am Herzen. Deshalb werden wir unsere Familienberatungsstellen im Emsland weiter stärken, um Familien in allen Lebenslagen zur Seite zu stehen. Das hohe Engagement unserer Jugendlichen, das durch die vielen Jugendleiterkarten (JuLeiCa) bestätigt wird, wollen wir durch die Bezuschussung der Gruppenleitergrundkursteilnahmen weiter festigen.

Die Erwachsenen- und Jugendbildung im Emsland ist vorbildlich
Das lebenslange Lernen spielt in der Bildungsregion Emsland eine zentrale Rolle. Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliches Miteinander und stetige Weiterentwicklung. Wir sind stolz auf die Einrichtungen der Jugend- und Erwachsenenbildung im Emsland, die überregional anerkannt und etabliert sind. Wir werden diese Einrichtungen weiter unterstützen. Unsere Bildungseinrichtungen werden fit für die Zukunft gemacht und bleiben damit Innovationsmotor und gesellschaftlicher Impulsgeber für die Themen der Zeit.

Natur- und Gewässerschutz – Landwirtschaft – Klimaschutz

Dass wir die Schöpfung wertschätzen und bewahren wollen, liegt in der DNA christlich-demokratischer Politik. Als ländlicher Raum fühlen wir uns der Natur verpflichtet und wollen zudem einen starken Beitrag leisten zu den wichtigen Klimaschutzzielen in Deutschland. Gleichzeitig können wir die vielen verschiedenen Perspektiven und Interessen nachvollziehen, die die Menschen im Emsland bewegen. In diesem Spannungsfeld, in dem der Agrarsektor eine besondere Rolle einnimmt, setzen wir auf einen Klima- und Naturschutz im Einklang mit den Menschen im Emsland, der Raum lässt für die Belange und Bedarfe anderer.

Die Ressource Wasser
Als tierreicher Landkreis, insbesondere aber angesichts des Klimawandels, gewinnt ein nachhaltiges Wassermanagement im Emsland immer mehr an Bedeutung. Während früher eine Ableitung des Wassers erfolgte, gilt es nun, dieses besser in der Region zu halten. Als CDU haben wir diesen Aspekt für den Landkreis weit oben auf die Agenda gesetzt, um die Menge und die Qualität unseres Wassers aktiv sicherzustellen. Dass diese Aufgaben gemeinsam mit den Wasserverbänden, Landwirten etc. gemeistert werden kann, bestätigen erste Projekte („KliWaKo“), die Modellcharakter für das ganze Emsland haben. Denkbar ist auch eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Nachbarn.

Partnerschaftlicher Naturschutz
Der Naturschutz im Emsland umfasst viele Initiativen und Ansatzpunkte, zum Beispiel in gemeinsamen Projekten mit Landwirten, Jägern oder Anglern. Ein wichtiger Akteur ist in dem Gesamtkontext die emsländische Naturschutzstiftung, die Menschen für den Wert der Umwelt begeistert und beispielsweise EU-Life-Natur-Projekte und dadurch die Artenvielfalt unterstützt.

Wir stehen zur Landwirtschaft
Die Landwirtschaft und ihre nachgelagerten Bereiche haben das Emsland stark gemacht und bleiben wichtige Wirtschaftsfaktoren der Region. Wir stehen zu unseren Landwirten, die sich längst zu mehr Tierwohl, höherer Qualität und größtmöglicher Transparenz bekennen. Im Spannungsfeld zwischen Gesellschaft, Umweltschutz und Tourismus ist ein Wachstum um jeden Preis nicht möglich. Trotzdem benötigen gerade die familiengeführten Höfe Entwicklungsperspektiven. Wir unterstützen regionale Vermarktungsstrategien und begrüßen Initiativen wie den „Niedersächsischen Weg“, in dem sich Politik, Landwirtschaft und Naturschützer auf eine gemeinsame Marschrichtung verständigt haben.

Das Moor: CO2-Speicher und Lebensraum
Der aktive Moorschutz ist für uns ebenfalls ein Faktor: Denn während Moorflächen früher zur Kultivierung trockengelegt wurden, ist heute das Gegenteil der Fall. Denn Moor ist für unser Klima als effektiver Kohlenstoffspeicher und als Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten wichtig. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass nach dem Moorbrand auf dem Gelände der WTD91 die zugesagten Kompensationsmaßnahmen durch den Bund auch bei uns im Emsland eingesetzt werden!

Der Wolf im Emsland
Die Wolfsbestände wachsen auch im Emsland – und mit ihnen die Probleme. Wir kennen und unterstützen den Schutz des Wolfes. Wir wollen die Möglichkeit gesetzlich verankern, dass – analog zum Vorgehen in nordeuropäischen Ländern – Wölfe aus dem Bestand genommen werden können, um eine Gefährdung für Nutztiere effektiv zu verringern.

Nachhaltige Abfallwirtschaft
In der Abfallwirtschaft setzen wir auf Entsorgungssicherheit, die weiter zum Beispiel die wohnortnahen Wertstoffhöfe vorhält. Wir wollen die niedrigen Abfallgebühren sichern, indem Fixkosten reduziert werden, etwa durch bedarfsgerechtere Abholzyklen, die zudem mit einer geringeren Umweltbelastung einhergehen. Dabei streben wir eine ökologische Entsorgung an mit dem Ziel einer vollständigen Verwertung des Abfalls. Gleichzeitig wollen wir CO2 vermeiden und können uns auch einen wasserstoffbetriebenen Entsorgungsfuhrpark vorstellen.

Kein Endlager für Atommüll im Emsland!
Nachdem im Zuge der Energiewende der Atomausstieg längst beschlossen ist und die letzten Kernkraftwerke (auch das in Lingen) bis zum Ende des kommenden Jahres abgeschaltet werden, erfolgt derzeit die Suche nach einem Standort für 27.000 Kubikmeter hoch radioaktiven Müll. Noch stehen unter anderem die Salzstöcke Lathen, Wahn und Börger auf der langen Liste der Bundesgesellschaft zur Endlagersuche (BGE). Wir werden den Suchprozess sehr kritisch begleiten, denn wir wollen keinen Endlagerstandort im Emsland, weil wir zum Beispiel mit dem massiven Ausbau der Windkraft oder den Stromtrassen durch den Landkreis bereits einen höheren Beitrag zur Energiewende als viele andere Regionen leisten.

Denkmäler – Radverkehr – Natur

Das Emsland ist beliebt und hat viel zu bieten – für Einheimische genauso wie für Besucher. Gerne sind wir eine Tourismusregion. Dabei ist es gerade das breite Angebot, das unsere Region auszeichnet.

Gäste sind willkommen!
Auch wenn harte Monate hinter dem Tourismussektor liegen, ist diese Branche seit Jahren ein Wachstumsmotor im Emsland. Menschen aus dem In- und Ausland wissen unsere Region als attraktives Reiseziel zu schätzen und lieben diesen Landstrich insbesondere als Radfahrparadies. Aus dieser Perspektive müssen wir ebenfalls das Radwegenetz, Wasserwege und Strukturen für den Tourismus zeitgemäß weiterentwickeln.

Kultureller Reichtum durch Haupt- und Ehrenamt
Bei uns gibt es viele tolle Einrichtungen und Institutionen, die sich der Kultur im Emsland verschrieben haben – zu nennen sind etwa die Musikschule des Emslandes, das Theaterpädagogische Zentrum oder die großen und kleinen Museen und Theater. Ein kulturelles Rückgrat unseres Landkreises bilden zudem die vielfältigen Vereine mit ihren bunten Angeboten – z. B. Heimatvereine, Kunstschulen, Musikbands, Theatergruppen, Musikkapellen, Tanzgruppen, Chöre und viele andere. Dieses breite Angebot ist ein Standortfaktor für unsere Menschen. Die kleinen wie großen Anbieter brauchen Perspektiven, Unterstützung und Wertschätzung.

Angebote mit Strahlkraft
Wichtig sind für uns genauso die Kulturdenkmäler und die großen Kulturstätten mit ihrer zum Teil weit überregionalen Strahlkraft. Leuchttürme gibt es viele – von bunten (Musik-)Festivals bis hin zu internationalen Top-Acts in der Emsland-Arena in Lingen. Das Schloss Clemenswerth, die Gedenkstätte Esterwegen, die Megalithkultur oder die Industriekultur zählen genauso dazu wie die jüngeren Naturparke Bourtanger Moor oder Hümmling. In diesem Kontext wollen wir weitere Potenziale erschließen, Angebote für verschiedene Ziel- und Altersgruppen auf den Weg bringen – und so das Emsland noch stärker als Tourismus-Marke etablieren.

Digitalisierung – Finanzen – Sicherheit & Ordnung

In der Verwaltung laufen viele Fäden zusammen, das hat uns nicht zuletzt die Pandemie gelehrt. Als emsländische CDU wollen wir ein faires, produktives Miteinander von Bevölkerung und Verwaltung. Dazu zählt, dass die Menschen sich nicht nur auf verantwortungsvolles behördliches Handeln verlassen können, sondern auch, dass die Verwaltungen schlank sind und pragmatisch agieren.

Solide Finanzen
Wir wollen nicht nur sicherstellen, dass die kommunale Ebene verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgeht. Zudem wollen wir, dass die Lasten und die Mittel zwischen Landkreis und den emsländischen Kommunen fair zum Wohle aller verteilt sind. Wichtig ist für uns auch der Schuldenabbau auf allen Ebenen, weil wir mit Augenmaß und nicht auf Kosten zukünftiger Generationen agieren wollen.

Digitalisierung der Verwaltung(en)
Wir setzen uns für den konsequenten Ausbau digitaler Angebote in den Verwaltungen ein. Hier haben sich der Landkreis und die Kommunen bereits erfolgreich auf den Weg gemacht, den wir konsequent fortsetzen wollen. Überall dort, wo problemlos auf ein persönliches Erscheinen verzichtet werden kann, müssen digitale Alternativen entwickelt werden. In diesem Kontext plädieren wir auch für die baldige Einführung eines Bürgerkontos, in dem Dienstleistungen der Verwaltungen in digitaler Form zur Verfügung stehen.

Beteiligung und Transparenz
Wir finden gut, wenn sich Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und dauerhaft an den politischen Prozessen beteiligen. Wir setzen dazu auf Dialog und wollen Instrumente für mehr Transparenz und vor allem einen besseren Austausch etablieren – auch und gerade mit der jüngeren Generation.

Starke Gefahrenabwehr
In den Verwaltungen werden viele Aspekte der Gefahrenabwehr gebündelt. Im Ret-tungswesen und im Katastrophenschutz arbeiten Haupt- und Ehrenamt in vorbildlicher Weise Hand in Hand. Ein ganz wichtiger Bestandteil sind hier unsere ehrenamtlichen Feuerwehrleute mit ihrer hohen Fachkompetenz. Unser Ziel ist eine kompetente und zukunftsorientierte Ausstattung der Feuerwehren und Hilfs-/Rettungsorganisationen, auch mit Blick auf die Digitalisierung. Wir wollen auch die Einbindung von Frauen in die Feuerwehr fördern und die Jugendfeuerwehren gezielt unterstützen.