CDU im Emsland

Neue Schleuse in Betrieb genommen: Volle Fahrt voraus in Gleesen!

Pressemitteilung von Albert Stegemann MdB

Die neue Schleuse Gleesen macht den Dortmund-Ems-Kanal fit für größere Güterschiffe. Bei der feierlichen Inbetriebnahme war ich dabei und habe mich gefreut, dass dieses lang erwartete Bauvorhaben jetzt unserer heimischen Wirtschaft zugutekommt. Denn viele Unternehmen in unserer Region brauchen die Wasserstraße, um Rohstoffe zu beziehen und ihre Produkte zu transportieren.

Copyright: JOHANN BUNTE Bauunternehmung SE & Co. KG und Wasserstraßen- und Schiffsverwaltung des BundesCopyright: JOHANN BUNTE Bauunternehmung SE & Co. KG und Wasserstraßen- und Schiffsverwaltung des Bundes

Dafür war die alte Schleusenkammer von 1914 längst zu schmal geworden. Mit ihren zehn Metern Breite konnte sie moderne Großmotorgüterschiffe nicht mehr aufnehmen. Die neue Kammer bietet eine nutzbare Länge von 140 Metern und eine Breite von 12,5 Metern. Damit können hier auch übergroße Güterschiffe mit bis zu 135 Metern Länge passieren. Ein zusätzliches Sparbecken hält einen Teil des Wassers für die nächste Schleusung zurück und senkt dadurch den Wasserbedarf.

Von diesen neuen Möglichkeiten profitieren nicht nur die Unternehmen. Ein voll beladenes Binnenschiff mit 3.000 Tonnen Tragfähigkeit kann bis zu 150 Lkw-Ladungen übernehmen. Mehr Güter auf dem Wasser können unsere Straßen entlasten und Lärm, Staus und Emissionen verringern. Deshalb ist der Schleusenausbau gut investiertes Geld: Unsere regionale Wirtschaft braucht eine starke Infrastruktur – auf der Straße, auf der Schiene und auf dem Wasser.

Über das Wasserstraßennetz verbindet der Dortmund-Ems-Kanal unsere Heimat mit wichtigen Industriegebieten und Seehäfen. Für seine Nordstrecke wird bis 2030 eine jährliche Transportmenge von rund 4,4 Millionen Tonnen erwartet. Damit der Kanal diese Aufgabe zuverlässig erfüllen kann, müssen auch die übrigen Schleusen für größere Schiffe ausgebaut werden.

Gleesen ist deshalb erst der Anfang: Insgesamt werden fünf Schleusen auf der Nordstrecke ersetzt. Neben Gleesen gehören Bevergern, Rodde, Venhaus und Hesselte dazu. Erst wenn die weiteren Engstellen beseitigt sind, können größere Schiffe die Strecke durchgehend nutzen. Jetzt heißt es also: Tempo halten und gerade bei Venhaus und Hesselte zügig vorankommen! Dass beide Anlagen in einem beschleunigten Verfahren früher ausgebaut werden sollen, begrüße ich. Der Landkreis Emsland hat dafür selbst Verantwortung übernommen und in den vergangenen zehn Jahren rund 3,6 Millionen Euro für Planungskosten aufgebracht.

Schiffe nutzen die neue Kammer bereits seit Oktober 2025, zunächst im Probe- und Parallelbetrieb. Nach der jetzigen feierlichen Inbetriebnahme stehen noch der Rückbau der alten Kammer und Restarbeiten bis 2027 an. Ich danke allen, die an Planung und Bau mitgewirkt haben und den Betrieb sicherstellen.